Wireless Mikrofone im Vergleich - Kabellose Mikrofone Review - Lavalier Funkmikrofone im Test

Seit kurzer Zeit kommen extrem viele smarte kabellose Mikrofone auf den Markt. Wir vergleichen Wireless Mikrofone von unter 100€ bis hin zu über 500€! Damit du dir bares Geld sparen kannst und die beste Lösung für dich findest!
Wireless Mikrofone im Vergleich - Kabellose Mikrofone Review - Lavalier Funkmikrofone im Test
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Inhaltsverzeichnis

Unsere Sieger in den Preissegmenten:

Bis 150€

Fulaim X5 (ca. 137€)

Bis 250€

Hollyland Lark Max (ca. 249€)

Bis 500€

DJI MIC 2 (ca. 349€)

Wireless Mikrofone unter 150€ (Rode Wireless Me und Alternativen)

Um den Marktführer in diesem Segment des Wireless Go gibt es seit März 2023 das auf Content Creator zugeschnittene Wireless Me. Diese kabellose Lösung bildet ein günstiges Einsteigersegment ab. Wir haben zwei Alternativen gesucht und getestet! Das Ergebnis unseres Test liest du hier, oder du schaust dir unser YouTube Video an.

Schau das YouTube Video für den besten Vergleich von den Mikrofonen

Platz 3: Hollyland Lark C1 (ca. 129€) - kabelloses Mikrofon für's iPhone

Wireless Mikrofone im Vergleich - Kabellose Mikrofone Review - Lavalier Funkmikrofone im Test Hollyland Lark C1 M1

Das Lark ist ein dual system, also es gibt zwei Mikrofone mit integriertem Sender und einen Empfänger. Der Empfänger wird in das iPhone per Lightning Stecker gesteckt. Das Hollyland Lark C1* macht ehrlich gesagt nicht so einen wertigen Eindruck. Das eigentlich praktische Case ist nicht passgenau für die Geräte. Diese klappern laut, wenn man das Case bewegt.

Die Schnelligkeit der Verbindung hat uns persönlich sehr überrascht, wir konnten den Empfänger ins iPhone stecken, haben 2 Sekunden gewartet und schon was das Signal über die Sprachnotizen App von Apple aufnahmebereit. Das geht unfassbar schnell. Bei der ersten Verbindung hatten wir allerdings schon eine Funktion ungewollt entdeckt. Da wir davon ausgingen, dass man die Mikrofone manuell verbinden muss, haben wir auf den Knopf an der Seite des Mikrofons gedrückt, dann leuchtete das Mikrofon und der Sender grün statt blau.

Grün bedeutet allerdings, dass der Modus der “Rauschunterdrückung” aktiv ist. Blau bedeutet, dass das Mikrofon verbunden ist und die Rauschunterdrückung nicht aktiv ist. Wir raten unbedingt davon ab, eine Aufnahme mit dieser Funktion zu machen, da dieses “Feature” das Mikrofonsignal total zerstört. Egal, ob es ein Rauschen oder andere Hintergrundgeräusche gibt, die Funktion greift den Ton stark an und sorgt dafür, dass der Ton viel schlechter klingt.

Damit kommen wir zum Klang der Lark C1, welche übrigens bis auf den Empfänger baugleich zu den Lark M1* sind. Der Klang ist leider sehr unsauber, vor allem im Vergleich zum Røde und zum Fulaim hört man auch im Video deutlich, dass das Lark den schlechtesten Klang hat. Es klingt weder voll im Bass, noch klingen die Höhen sauber. Es klingt unausgewogen, matschig und nicht qualitativ hochwertig. Zudem kann man kein Lavalier Mikrofon anschließen! Hier gehts zu unserem Hollyland Lark C1 Test.

Klang

★★☆☆☆
Das Hollyland Lark klingt leider nicht hochwertig, es klingt matschig und minderwertig

Connectivity

★★★★★
Hier glänzt das Modell, die Verbindung funktioniert in Sekunden

Verarbeitung

★☆☆☆☆
Das Lark wirkt etwas billig, das Case ist nicht passgenau

Platz 2: Rode Wireless ME (ca. 149€) -  Audioqualität steht im Vordergrund!

Wireless Mikrofone im Vergleich - Kabellose Mikrofone Review - Lavalier Funkmikrofone im Test Wireless ME

Das Røde Wireless GO hatte 2019 einen neuen Standard von kabellosen Mikrofonen gesetzt. Die smarte Bedienung und der niedrige Preis brachten Druck in die Branche, die sonst von Sennheiser, AKG und Shure dominiert wurde. Es ging nicht mehr um Frequenzen in mhz, auf denen man sendet, sondern um einfache, schnelle Verbindungen für z.B. Content Creator. Die Technik wurde günstiger und einfacher.

Das Rode Wireless Me* möchte genau hier anknüpfen, denn es wurde noch günstiger und noch einfacher konzipiert. Dadurch, dass das Wireless ME ein Mikrofon am Transmitter und einen am Receiver hat, spart man sich ein Gerät. 

Man kann trotzdem zum Beispiel ein Interview aufnehmen, zum Beispiel, wenn man an beide Geräte ein Lavalier (z.B. das Lavalier GO II) anschließt. Dabei solltest du dann den Receiver in deiner Tasche per mitgeliefertem Kabel mit deinem Smartphone verbinden und schon hast du zwei saubere Mikrofonsignale für wenig Geld! Du könntest sogar die Lavalier Mikrofone weg lassen, allerdings müsstest du dir dann ein längeres USB-C zu Lightning (oder je nach Smartphone zu USB-C) Kabel besorgen und dieses Verstecken.

Überzeugend ist auf jeden Fall der Klang, im Direktvergleich hörten wir deutlich, dass der Klang am saubersten klingt, die Bässe sind sauber abgezeichnet, die Höhen klar, aber nicht zu überspitzt. Wir finden persönlich, dass die glänzende Oberfläche auf Sender und Empfänger edel aussieht, allerdings zu schnell verkratzt und ständig Fettflecken bekommt. Da das Gerät gerade für unterwegs geeignet ist, ist das keine gute Kombination.

Die Apps von Røde helfen dem Wireless ME im Punkt connectivity, denn die Mikrofone verbinden sich auf anhieb nicht so schnell wie die anderen beiden im Test. Durch die Apps kann diese Verbindung allerdings überprüft werden, nach dem ersten Einrichten verbindet sich in der Regel alles sehr schnell. Zudem kann man über die Apps auch den Pegel und die LEDs anpassen und die Aufnahmekonfiguration (Merged oder Stereo split)anpassen. Einziger Nachteil: Die neue Rode Capture App gibt es nicht für Android. Diese Nutzerinnen und Nutzer müssen auf die etwas älteren aber trotzdem guten Rode Central oder Rode Reporter zurück greifen. Hier geht’s zu unserem Røde Wireless Me Test.

Klang:

★★★★★
1. Platz für den Klang, der ist ausgewogen und hochwertig

Connectivity

★★★★☆
Leichte Schwierigkeiten beim ersten Mal, durch die Røde Apps trotzdem sehr gut

Verarbeitung

★★★★★☆
Sehr gute Verarbeitung, fühlt sich wertig an, Lackoptik überflüssig (verkratzt schnell)

Platz 1: Fulaim X5 (ca. 139€) - Unsere Überraschung

Wireless Mikrofone im Vergleich - Kabellose Mikrofone Review - Lavalier Funkmikrofone im Test Fulaim X5

Auch beim Fulaim X5* gibt es klassisch zwei kabellose Mikrofone und einen Empfänger plus Case. Das Case ist wie das des Hollyland wiederaufladbar und ist komfortabel, da es quasi eine Powerbank ist. Steckt man die Geräte ins Case, so laden sie direkt auf und sind gut verstaut. Der Unterschied zum C1 ist, dass die Geräte besser im Case sitzen und es so auch viel wertiger wirkt.

Die Mikrofone waren super schnell verbunden, man kann den Empfänger per mini Adapter direkt an ein USB-C oder Lightning Gerät schließen, was praktisch ist. Allerdings wirkt die Konstruktion mit dem Adapter etwas fragil, eventuell kann man sich ein Kabel-Adapter besorgen, so vermeidet man, dass der Empfänger abbricht, wenn man doch mal dran kommt.

Wie beim Røde Wireless kann man hier am Sender ein Lavalier-Mikrofon anschließen und auch aus dem Empfänger per 3,5mm Klinke z.B. in eine Kamera gehen, um dort den Ton aufzunehmen. Ausserdem gibt es noch einen internen Speicher. Das Fulaim kombiniert also die schnelle Verbindung des C1 und die flexiblen Anschlüsse des Wireless ME. Zudem hat das Fulaim zwei Sender.

Zu dem Preis ist das unsere große Überraschung, da wir nicht viel von diesem Modell erwartet haben. Das Fulaim schlägt sich auch im Klang gut, allerdings kommt es an das Røde nicht ran, da die Höhen etwas übertrieben klingen. Den Klang könnt ihr im Video oben selbst beurteilen. Hier geht’s zu unserem Fulaim X5 Test.

Klang:

★★★★☆
Gut und relativ ausgewogen, Höhen etwas zu stark betont

Connectivity

★★★★★
Sehr gut, Klinken Aus- und Eingang, Mitgelieferte Adapter für Smartphones

Verarbeitung

★★★★★★
Für den Preis sehr gut, es wirkt nicht super billig verarbeitet

Wireless Mikrofone ab 350€ (Rode Wireless Pro und Alternativen)

Kommen wir also zum Prosumer Bereich, in dem es hauptsächlich um die Qualität geht. Wir bewegen uns hier schon im professionelleren Bereich, allerdings sind die Produkte trotzdem noch benutzerfreundlich.

Zum YouTube Video:

Platz 3: Sony ECM-W3 (ca. 413€) - Teurer heisst nicht besser

Sony ECM-W3 Review Test

Wir nehmen es mal vorweg: Nur weil das Sony ECM-W3* das teuerste Modell ist, ist es nicht direkt das beste Wireless Mikrofon. Sony hat ein ganz anderes Konzept, als die anderen Modelle. Denn das ECM-W3 soll der MI Blitzschuh (MI = Multi Interface) an die Kamera gesteckt werden und sofort zwei separate Audiokanäle auf die Videodatei aufnehmen.

Das W-3 funktioniert auch per USB oder Klinkenanschluss gut, allerdings ist die Connectivity leider schlecht. Es werden keinerlei Kabel mitgeliefert und an unserer Sony A6600 wurde das ECM-W3 nicht als kompatibles Zubehör erkannt, dabei ist die Kamera gar nicht so alt oder günstig, dass dies eine Ausrede wär.

Das Sony kann zudem als einziges Wireless System über 350€ auch nicht intern aufnehmen, eine 32 Bit float Aufnahme ist ebenfalls nicht möglich. Insgesamt müssen wir deswegen einige Punkte abziehen, wir würden dieses System nicht empfehlen, es sei denn, ihr seid euch sicher, dass eure Kamera kompatibel ist! Hier gehts zum Sony ECM-W3 Test.

Klang:

★★★★☆
Sehr ausgewogen, klingt allerdings teilweise schon komprimiert, ab und zu knackser durch fehlerhafte Verbindung

Connectivity

★★☆☆☆
Für den Preis nicht gut. Keine Kabel, bei vielen Sony Kameras ist der MI Blitzschuh nicht kompatibel.

Verarbeitung

★★☆☆☆
Für den Preis ebenfalls nicht so gut, Plastik, das nicht robust wirkt und keine Tasche, sondern ein Beutelchen

Platz 2: Rode Wireless PRO (ca. 429€) - Es wird professionell

Rode Wireless PRO Wireless Mikrofone Review

Das Rode Wireless PRO* ist der professionellere Bruder vom bekannten Wireless GO und hat tatsächlich einiges drauf! Der Lieferumfang ist im Vergleich zum Sony absolut beeindruckend, denn man bekommt nicht nur zwei Cases, sondern auch alle benötigten Kabel, (USB-C auf USB-C, USB-C auf Lightning, TRRS), sondern auch zwei Lavaliermikrofone (Lavalier II von Rode), falls dir der Sender etwas zu groß ist. Hier gewinnt Rode mehr als nur einen Punkt, das ist top!

Zwei Cases? Genau! Ein Ladecase mit Akku für Sender und Empfänger und ein Case für Zubehör wie Windschutz, Lavalier Mikrofone usw. Das kann praktisch sein, allerdings hat DJI bei Mic 2 hier ebenfalls eine gute Lösung gefunden: Eine Tasche, in die das Ladecase und Zubehör passen, man muss also nur an eine Tasche denken.

Das Wireless Pro hat die Möglichkeit 40(!) Stunden in 32 Bit float intern aufzunehmen, das ist mehr als genug. Zudem ist es als einziges Gerät Timecode kompatibel, was die Synchronisation von Audio und Video zum Kinderspiel macht! Hier geht’s zum Røde Wireless Pro Test von uns.

Klang:

★★★★★
Die Sender klingen sehr sauber, die Lavaliermikrofone klingen professionell

Connectivity

★★★★★
Interne Aufnahme, das Case wird als Datenträger erkannt. Einziger Nachteil: Man benötigt die Rode Software

Verarbeitung

★★★★★
Hochwertige Verarbeitung, schützendes Case, guter Lieferumfang

Platz 1: DJI MIC 2 (ca. 349€) - Gewinner der Herzen

DJI Mic 2 Wireless Mikrofone Test

Das DJI MIC 2* ist logischerweise der Nachfolger des DJI MIC 1* und somit eine optimierte Version. Man hat bei vielen neuen Features das Gefühl, dass wirklich die Usability weiter in den Vordergrund gerückt ist. Als signifikante Änderung  ist nicht nur das Display größer geworden, sondern das DJI kann auch intern in 32bit float aufnehmen. So kannst du dir sicher sein, dass es nicht du Verbindungsfehlern oder Übersteuerung kommt, ein echt gutes Feature!

Auch die Verarbeitung des Ladecases hat sich verbessert, es ist als einziges der verglichenen Wireless Mikrofone aus Metall  und öffnet sich nur, wenn man den Knopf betätigt. Auch die Verarbeitung und die Usability der Tasche, in der das Ladecase und das Zubehör inklusive Kabeln und Windschutz platz finden ist wirklich gut. So hat man einen kleinen Beutel, den man vor einem Dreh einstecken kann und man hat einfach alles dabei.

Der einzige Kontra-Punkt, der uns aufgefallen ist, sind die kleinen Lightning und USB-C Adapter, die mit einem kleinen Connectorplättchen an dem Empfänger gesteckt werden. Diese Adapter sind leider nicht so hochwertig und etwas fummelig umzubauen.

Insgesamt hat uns das DJI MIC 2 allerdings technisch (und zugegeben auch emotional) total abgeholt. Eine absolute Empfehlung! Hier gehts zum DJI MIC 2 Test.

Klang:

★★★★★
Der Klang der DJI Sender ist hochwertig, die 32-bit float Aufnahmen sorgen dafür, dass man guten Klang sichergestellt hat!

Connectivity

★★★★★
Wir hatten keine Probleme das DJI mit vorhandenen Kabeln an die Kamera oder per Lightning und sogar Bluetooth zu verbinden

Verarbeitung

★★★★★
An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen, vor allem die Tasche und das Ladecase sind sehr gut und benutzerfreundlich verarbeitet

Fazit: Kabellose Mikrofone - Einfach, schnell und drahtlos bessere Audio Aufnahmen

Wir sind überrascht, dass das Fulaim X5 so eine gute Performance bieten konnte! Das Rode Wireless Me behält den ersten Platz in Sachen Klang, in der Zukunft werden wir auch die weiteren Rode Modelle inklusive Alternativen testen!

Falls du dich auch nach kabelgebundenen Alternativen umschaust, wir vergleichen auch Interview Mikrofone. Du kannst nicht genug bekommen? Guck dir unseren Vergleich von Podcast Mikrofonen an! Für saubere Tonaufnahmen, check das hier: Mikrofon Hintergrundgeräusche entfernen.

Falls du mehr über Audio lernen möchtest, lernen möchtest deinen Podcast zu schneiden oder deine Produktionskette mal untersuchen und verbessern möchtest, sieh dir doch mal unseren sound&go Basic Kurs an. Dort lernst du in 2-3 Stunden deinen Ton auf ein professionelles Level zu bringen. Wir gehen die ganze Kette durch und du bekommst Tipps, Tricks und eine Checkliste von erfahrenen Toningenieuren.

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