OneOdio Studio Max 2: Der günstige Wireless DJ Kopfhörer im Test

Der OneOdio Studio Max 2 ist das neue Flagschiff-Modell des chinesischen Herstellers und mit 190€ auch der teuerste Kopfhörer in deren Portfolio. Im Vergleich zum Vorgänger wurden einige Details verbessert, inbesondere wurde die Latenz im kabellosen Modus nochmal verringert.

OneOdio Studio Max 2 Kabellose DJ-Kopfhörer Test Review DJ Headphones
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Inhaltsverzeichnis

Unsere Bewertung:

Klang
★★★☆☆

Der Klang ist ohne App eher eine 2/5 und mit App eher eine 3,5/5. Mit der App kann man den Klang noch etwas anpassen, mehr dazu im Test.

Connectivity
★★★★★

Die Connectivity ist gut, es gibt viele Anschlussmöglichkeiten und eine App zur Steuerung des Sounds. Analoge Kabel liegen bei.

Verarbeitung
★★★★☆

Die Verarbeitung ist absolut in Ordnung, der DJ Kopfhörer wirkt robust und langlebig. Austauschbare Teile wie bei der Konkurrenz gibt es nicht.

OneOdio Studio Max 2 Kabellose DJ-Kopfhörer
OneOdio Studio Max 2
15% Rabatt mit dem Code: L2N9UG4G

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Hinweis aus Transparenz:

Wir haben ein Pre-Release Sample des OneOdio Studio Max 2 kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Wir haben ebenfalls einen 15% Rabattcode für euch erhalten. Dies ist allerdings keine bezahlte Werbung. Unsere Meinung ist durch den Erhalt des Produktes nicht beeinflusst worden.

OneOdio Studio Max 2: Erster Eindruck und Lieferumfang

Beim Auspacken fällt als erstes das neue EVA-Case (Ethylene Vinyl Acetate) auf, das im Vergleich zur Travel Pouch des Vorgängers deutlich hochwertiger und stabiler wirkt. Im Case ist ausreichend Platz für den leichten und flachen Funksender, der für den kabellosen Betrieb (außer für Bluetooth) benötigt wird. Wie es für OneOdio typisch ist, verfügt das Kopfhörer-Spiralkabel über eine Seite mit 3.5mm und eine Seite mit 6.35mm Klinkenstecker, so dass man je nach Quelle die eine oder andere Seite des Kabels benutzen kann. Der Kopfhörer hat beide Eingänge, einen auf jeder Seite. Das Kabel für den Sender ist kurz und mit 3.5mm Steckern und einem festgeschraubten Adapter auf 6.35mm ausgestattet. Außerdem liegt ein USB-C Kabel bei, um den Sender am PC/Laptop anzuschließen. Für ältere PCs, die noch keinen USB-C Port haben, würde man ein extra Kabel benötigen. 

Die Kopfhörer wirken stabil und hochwertig und haben die für DJ-Kopfhörer typischen 90°-schwenkbaren und (fast) 180° nach außen klappbaren Ohrmuscheln. Die Ohrpolster sind aus Kunstleder und nicht austauschbar. Besonders auffällig ist die „Links“ und „Rechts“ Beschriftung auf rotem Hintergrund in den Ohrmuscheln, die wahrscheinlich auch in schlecht beleuchteten DJ-Booths lesbar ist. Die Ohrmuscheln sitzen bequem, sind aber etwas schweißtreibend. Der Kopfbügel könnte besser gepolstert sein. Der Bügel lässt sich weit ausziehen und sollte auch für größere Köpfe genug Spielraum haben. Er ist gerastert und beschriftet, so dass man sich die passende Größe merken und schnell wieder einstellen kann.

Technische Details:

  • 45mm Treiber
  • Gewicht: 232g (keine Herstellerangabe, gewogen)
  • Over-Ear
  • Frequenzbereich 20 – 40.000 Hz
  • Impedanz: 34 Ohm
  • Sensitivität: 98 db ±3db

Ausstattung und Anwendungsmöglichkeiten

Die Kopfhörer werden hauptsächlich als DJ-Kopfhörer vermarktet, aufgrund der vielfältigen Anschluss-möglichkeiten sind allerdings viele Anwendungen denkbar. Durch einen kleinen Schieberegler an der rechten Ohrmuschel lässt sich der Modus von „ULL“ (Ultra Low Latency) auf „BT“ (Bluetooth) umschalten. Damit wird der Bluetooth-Modus aktiviert und der Kopfhörer verbindet sich mittels Bluetooth 6.0 problemlos mit modernen Smartphones und kann mit seinen zwei ENC-Mikrofonen (Environmental Noise Cancelling für bessere Sprachverständlichkeit) auch als Headset zum Telefonieren benutzt werden. Mit den drei gut erreich- und unterscheidbaren Knöpfen (ebenfalls an der rechten Ohrmuschel) funktioniert dabei sowohl Anrufer- als auch Mediensteuerung. 

Im Bluetooth-Modus wird auch der von Sony entwickelte LDAC – Codec unterstützt, der allerdings erst über die neu entwickelte App aktiviert werden muss. Damit sind Bitraten bis theoretisch 990kbps möglich (ca. 3x soviel wie die beste MP3 Qualität), allerdings mit schwankender Verbindungsstabilität. 330kpbs ist der Standardmodus. Damit erreicht man die „Hi-Res Audio Wireless“ Zertifizierung, die von der Japan Audio Society vergeben wird. Für das „Hi-Res Audio“-Label müssen analog Frequenzen von 20-40.000 Hz wiedergegeben werden, was der Kopfhörer ebenfalls erreicht.

Über den Sender lässt sich der Kopfhörer auch in Verbindung mit PC/Mac oder Laptop/Macbook benutzen. Hierzu wird der Kopfhörer wieder auf „ULL“ eingestellt und der Dongle per USB-C mit dem Computer verbunden. Er wird automatisch erkannt und installiert und per Taste mit dem Kopfhörer gepairt. Die Mediensteuerung funktioniert auch hier problemlos, allerdings wird das Mikrofonsignal anscheinend nicht über die Wireless Verbindung übertragen. Eine Nutzung als Headset ist also nicht möglich.

Der Kopfhörer hat eine Stimmansage, die einen über den Verbindungsstatus aufklärt. Ausschalten kann man diese nur über die App. Schließt man ein analoges Kabel am Dongle an, wird die Verbindung zum PC getrennt. Eine Verwendung mit mehreren Quellen ist also nicht möglich. Das gleiche gilt, wenn man ein Kabel am Kopfhörer anschließt.

Der Sender hat auch einen eingebauten Akku, der 50 Stunden Akkulaufzeit haben soll, der Kopfhörer hält im Low-Latency-Modus bis zu 50 Stunden, bei Bluetooth bis zu 120 Stunden. Das sollte auch für längere Sessions oder Auftritte ausreichen.

Upgrade zum Studio Max 1?

Die Anzahl an wirklich neuen Features im Vergleich zum Vorgängermodell hält sich in Grenzen. Am auffälligsten ist hier wohl die Weiterentwicklung der firmeneigenen RapidWiLL+ Technologie in der dritten Generation. Die Latenz wurde dabei nochmal von 20ms auf 9ms reduziert. Davon profitiert man vor allem bei der Nutzung der Kopfhörer an einem Instrument oder beim Singen. 9ms ist unter der spürbaren Grenze und kann höchstens noch bei perkussiven Instrument als unangenehm wahrgenommen werden. Bei Tests am E-Piano spürt man absolut keine Verzögerung mehr und es lässt sich bequem kabellos musizieren. 

Diese Technologie als bahnbrechend oder revolutionär zu verkaufen, ist aber etwas gewagt, da es sich um eine einfache Funkverbindung mit Sender und Empfänger handelt, wie man sie schon seit Jahren aus professionellen Funkmikrofonen oder Funkstrecken kennt. Das Sennheiser EW-D erreicht zum Beispiel Latenzen von 1,9ms und nutzt Frequenzbänder von 470 bis 608 MHz, während der OneOdio nur zwischen 2402 und 2480 MHz funkt. Ob man hier in einer Live Venue für DJs auf Interferenz-Probleme trifft, lässt sich schwer beurteilen, das Risiko besteht allemal. Die Reichweite wurde sogar von 20m auf 10m reduziert, wahrscheinlich um stabiler niedrigere Latenzen zu erreichen.

Ein weiteres neues Feature ist die kostenlose App, mit der sich diverse Funktionen steuern und anpassen lassen. Warum diese unbedingt genutzt werden sollte, erfahrt ihr im nächsten Abschnitt. Der QR-Code in der Anleitung führt einen zu einem direkten Download der .apk-Datei, die aber bei der Ausführung vom Geräteschutz blockiert wird. Also lieber manuell im Play-Store suchen und herunterladen.

Das größte Manko: Der Sound

Bei der Nutzung mit Bluetooth am Handy fällt beim ersten Starten eines Podcasts oder Youtube-Videos sofort auf, wie unausgewogen die Kopfhörer klingen. Stimmen klingen nasal und körperlos, die Höhen zischeln total. Stundenlanges Hören wäre so undenkbar. Bei elektronischer Musik fällt der schlechte Klang weniger auf, bei Musik mit Vocals schon. Soulige Stimmen klingen dünn und ohne Wärme. Beim Spielen am Epiano werden bei einem normalen Klaviersound die Höhen und oberen Mitten unangenehm betont, Rauschen im Sound fällt viel stärker auf. Selbst im Vergleich zu meinen alten AKG K121 unterliegt der OneOdio deutlich.

In der Form kann man den Kopfhörer nicht empfehlen, aber hier kommt glücklicherweise die bereits angesprochene App ins Spiel. Im EQ-Bereich kann man umstellen vom Musik-Modus (der beschriebene voreingestellte Sound), auf den Bass Modus, der sehr dumpf klingt, und den Monitor-Modus, der endlich mal etwas untere Mitten hat, aber ziemlich hölzern klingt. Am weitesten kommt man hier mit dem benuterdefinierten Modus, bei dem es einen frei einstellbaren grafischen EQ gibt. Mit etwas Rumprobieren erreicht man hier einen Sound, der auch bei längerem Hören akzeptabel ist.

Unser Fazit: Konsequente Weiterentwicklung des Studio Max 1?

Für DJs ist die kabellose Nutzung ein nettes Feature, aber wahrscheinlich für die wenigsten wirklich notwendig. Sollte man schon im Besitz eines Studio Max 1 sein, lohnt sich der Kauf für 11ms weniger Latenz und eine bessere Tragetasche allerdings meiner Meinung nach nicht. Glänzen kann die kabellose Nutzung allerdings beim Musik machen im Studio oder Zuhause, wenn man viel Bewegungsspielraum braucht oder sich generell an Kabeln stört. 

Die Verbindungsmöglichkeiten sind vielseitig, wenn auch die Nutzung an mehreren Quellen gleichzeitig eingeschränkt ist. Aufgrund seines gewöhnungsbedürftigen Klangs kann man den Kopfhörer allerdings nicht für den alltäglichen Gebrauch empfehlen. Wer gerne selbst etwas am Klang rumschraubt, kann bedenkenlos zugreifen. Wer nach diesem Review Zweifel hat, schaut sich vielleicht mal das Konkurrenz-Produkt AIAIAI TMA-2 DJ  an. Oder unseren großen DJ Kopfhörer Vergleich.

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